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Deutschland verlassen? Erfahrungen beim Auswandern
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Hallo!
Mein Name ist Bastian Krüger, und ich bin Autor. Die erfolgreiche Reportagereihe Mein neues Leben auf Kabel1 geht weiter. Dafür suche ich nach Leuten, die aus Deutschland auswandern. Kontakt: vjberlin@arco.de Grüße, Bastian Krüger |
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Hallo Bastian,
ich kenne zwei, die haben bereits signalisiert, dass sie aus den vereinsamten Staaten wieder zurück kommen. Nachdem hier ja alles so schlecht war und dort alles ja viel besser und einfacher. Knallhart wars wohl und schon bei der Einreise war ein Abzocker am Werke. Der Anwalt hat wohl auch nur Geld gekostet. Wie fängt man hier in Deutschland von vorne an, wenn so ein Unternehmen geplatzt ist? Das wäre ne spannende Geschichte. Überhaupt würden mich auch Geschichten von Menschen interessieren, die innerhalb unseres Landes von Norden nach Süden, von Westen nach Osten oder umgekehrt ziehen, um eine neue Existenz aufzubauen. Ich selbst mache das auch gerade. Bis auf die Sprachunterschiede (die ja hierzulande erträglich sind) ist das auch mit vielen Abenteuern verbunden. Nur nicht so exotisch, so telegen. Eine Berichterstattung darüber wäre auch eine moralische Unterstützung für die, die durch einen Umzug innerhalt Deutschlands Arbeit finden würden, sich aber nicht trauen, die heimatlichen Gefilde zu verlassen. In meiner neuen Wahlheimat, dem Breisgau und im Dreiländereck gibts auch noch das Phänomen der Grenzgänger. Deutsche, die in der Schweiz Arbeit gefunden haben. Ein Thema für sich. Aber alles das hilft Dir ja bei Deiner Aufgabe nicht weiter. Ich wünsche Dir viel Glück Hans |
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Hallo!
Ich glaube, dass das Problem beim Auswandern darin liegt, dass man sich selbst und seine Probleme stets mitnimmt. Lieben Gruß Andreas |
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Hallo, Andreas,
lach Aaaaallerdings bin ich mir nicht so ganz sicher, ob diese "Erkenntnis" oder Einstellung bei mir selbst! nicht eher als bequeme Ausrede gedient hat. Ein solches "Sich-Aussetzen / Öffnen" für Erfahrungen in einem neuen und eben grundsätzlich ungewohnten Umfeld ist ja schließlich auch eine faszinierende Herausforderung. Ich selbst habe bereits im Studium "gekniffen", als ich die Chance hatte, in Boston für ein Jahr im Rahmen eines Studentenaustausches tätig zu werden. Und ich bewundere heutige Studenten, für welche Studienjahre außerhalb ihres Herkunftlandes zum Lebenslauf dazugehören. Und überhaupt: Interkulturelle Kompetenz halte ich selbst für ausgesprochen wichtig. Politik erwartet ja so häufig mal eben Integrationsfähigkeit. Voraussetzung hierfür ist m.E. simpel und einfach, dass ein Bewusstsein dafür entsteht, was dies denn bedeutet, sich in einer zunächst fremden Kultur zu bewegen. Und dafür ist konkrete, praktische Erfahrung aus meiner Sicht von unschätzbarem Wert. Und vielleicht verändert sich ja die Sicht auf die eigenen Problemstellungen, wenn man ihn denn wagt, diesen Sprung in ein neues Umfeld. Und wenn es denn nur das Ergebnis ist, welches mir auch schon mitgeteilt wurde: "Ich hatte einfach Heimweh nach meinem gewohnten kulturellen Umfeld." Liebe Grüße Sprachverliebte
... und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel |
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Liebe Sprachverliebte,
ich sehe den Unterschied schon im Ansatz, geht einer für einen bestimmten Zeitraum in ein anderes Land um dort zu studieren oder zu arbeiten und dabei seinen Horizont zu erweitern, dann ist das die eine Sache. Hätte mich total gereizt damals, aber in der Ex-DDR war das nicht möglich und 1990 wurde gerade mein drittes Kind geboren und überhaupt war damals alles so spannend, da musste man gar nicht weggehen, weil ein "fremdes Land" kam zu uns Das andere ist halt das Für-immer-Weggehen, nicht alle Probleme nimmt man zwangsläufig mit, wer nach Skandinavien geht hofft sicher nicht zu unrecht auf finanzielle Freiheiten, Leute, die nach D kommen vielleicht auf Meinungs- oder Glaubensfreiheit, wer nach Spanien geht auf Sonne...aber zumindest sich selber nimmt man immer mit, da hast Du recht, Andreas. Liebe Grüße sagt eine Scannerin >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen *Aristoteles |
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Liebe Scannerin, liebe Sprachverliebte!
Mit euren Beiträgen habt ihr beide aus meiner Sicht recht. In der "Tante Jolesch" von Friedrich Torberg (Untertitel: Der Untergang des Abendlandes in Anekdoten) steht die Geschichte, dass jemand (bestimmt ein Wiener! :-)) gefragt wurde, wo er am liebsten sei. Er antwortete: "Überall ein wenig ungern!" Herkunftsmäßig bin ich eine echte „Wiener Melange“. Ich stamme aus dem hügeligen Nordwesten der Stadt (Stichwort „Wienerwald“). Nach und nach verschlug es mich dann immer weiter in den flachen Südosten (wo soll das bloß noch enden, in Kasachstan? :-)). Um einem Wiener Klischee (das vermutlich mehr ist als das) gerecht zu werden: Mein Weg wird mich dereinst „back to the roots“ führen … in das Familiengrab im Nordwesten. ;-) Auswandern werde ich wohl nie, dazu bin ich viel zu sehr mit der heimatlichen Scholle verbunden. Ein Wanderer zwischen sämtlichen Welten bin und bleibe ich - wenn auch nur innerlich. Dashi Delek! (tibetischer Gruß, bedeutet „Glück und Segen“) Andreas |
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