Nachdem eine Beziehung zu Ende gegangen war, die bis dahin mein halbes Leben ausgemacht hatte und ich beobachtete, wie mein Ex seine Energie darauf konzentrierte, alles möglichst schnell wieder so einzurichten, wie es einmal war, verspürte ich den Drang, nach Alternativen zu suchen. Welche neuen Möglichkeiten bietet mir diese unerwartete Situation? war eine Frage, die ich mir beantworten wollte. Wer bin ich, wie sonst als bisher könnte oder sogar wollte ich leben? Was gibt es zu entdecken, was möchte ich nicht wiederholen? Die Enttäuschung als Chance für etwas, das es noch zu entdecken gilt. Eine Reise, deren Ende noch nicht in Sicht ist, die mich aber lehrt, daß es eine Bereicherung ist, sich zu verändern!
In jüngeren Jahren habe ich mich intensiv mit den Fragen über Emanzipation, Eigenverantwortung und Selbstbestimmung auseinandergesetzt. Jede Neuorientierung basiert auf dieser Grundhaltung.
Ich habe ein Buch gelesen "Motivaction" von Klaus Kobjoll und da gesehen, dass es auch andere Unternehmensmodelle gibt als die mir von Österreich bekannten Arbeitserfahrungen bei Firmen. Daraus kam Energie, mich selbständig zu machen.
Die Frage nach dem Sinn in allem...das Leben ist sehr kurz- die Zeit vergeht sehr schnell und es kann nicht sein, dass es nur darum geht Geld zu verdienen, gut versichert zu sein und einen geregelten Ablauf zu haben. Ausserdem schockt mich die Ignoranz und wie die Menschen miteinander umgehen. Ich finde Kommunkiation sehr wichtig.
Ich frage mich manchmal, warum so wenig Menschen den Mut haben, das zu tun, was sie wirklich tun möchten? Weil es gegen die Norm ist? Weil die Gesellschaft es so verlangt?
Ich habe diesen Teufelskreis einmal durchbrochen und zum Erstauen vieler das "unfassbare" getan. Es hat sehr lange gedauert, bis ich es getan habe. Erst habe ich mich gar nicht wohl dabei gefühlt, weil "man" das nicht so macht. Dadurch habe ich aber einen sehr guten Freund gefunden, dem ich wirklich vertrauen kann.
Bislang ist "die eine"-Frage noch nicht aufgetreten. Es ist eher das gesamte Buch, das mir hilft, meinem Leben eine andere Richtung zu geben. Die Übungen finde ich äußerst effektiv und sehr, sehr hilfreich. Am hilfreichsten sind diejenigen, die mir am schwersten fallen. Während dieses ganzen Prozesses merke ich, wie sehr es sich lohnt, gegen die eigenen Ängste und Bedenken anzuarbeiten. Dann frage ich mich "Was kann dir denn schlimmes passieren?" und komme zu dem Schluß, daß mir keine dieser Fragen den Kopf abhacken wird. Und schon geht's weiter.
Ich stecke mitten in einer Krise, von der ich zumindest hoffe, dass es eine ist. Ich bin gesundheitlich am Boden und möchte am liebsten alles, aber wirlich alles hinwerfen. Ich fühle mich selbstwertlos und ohne eigene Meinung, obwohl ich das habe, wovon andere sagen, dass es ein guter Job wäre. Doch nach ca. 2 Jahren intensivem Ringen mit mir habe ich mich nun dazu entschlossen, diesen Job trotz aller Einwände zu beenden. Ob ich dann wieder gesund werde??? Das Risiko ist hoch, dass es nicht so ist. Ich glaube aber, dass ich keine andere Wahl habe. Ich muss die letzte Chance, die ich zur Zeit sehe um aus dieser Krise nicht einen Dauerzustand werden zu lassen erfassen und nutzen. Ich habe aber Angst, dass sich nichts ändert. Was dann???????
Hallo - darf ich fragen, was das "unfassbare" ware, das Du getan hast?
Tschuess
Tom
quote:
Ursprünglich eingetragen von Frühling: Ich frage mich manchmal, warum so wenig Menschen den Mut haben, das zu tun, was sie wirklich tun möchten? Weil es gegen die Norm ist? Weil die Gesellschaft es so verlangt?
Ich habe diesen Teufelskreis einmal durchbrochen und zum Erstauen vieler das "unfassbare" getan. Es hat sehr lange gedauert, bis ich es getan habe. Erst habe ich mich gar nicht wohl dabei gefühlt, weil "man" das nicht so macht. Dadurch habe ich aber einen sehr guten Freund gefunden, dem ich wirklich vertrauen kann.